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Das Projekt NURSING data hat zum Ziel, die in den Institutionen
anfallenden Pflegedaten in die schweizerische Gesundheitsstatistik
zu integrieren und zugleich die Grundlagen zu liefern für eine finanzielle
Bewertung der Pflege. Für die Verwirklichung dieses Ziels wurde in
einer ersten Phase ein Modell eines Pflegeinformationssystems entwickelt,
welches die Vorgaben für die Formalisierung und Strukturierung der
Pflegefachsprache sowie für die Erhebung der repräsentativen Pflegedaten
beschreibt.
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NURSING data ist ein Projekt zur Standardisierung von
pflegerelevanten Informationen, insbesondere der beiden Kernelemente
Pflegephänomene (Diagnosen) und Pflegeinterventionen (Leistungen).
- NURSING data soll die Kompatibilität der Pflegeinformationen gewährleisten
- NURSING data berücksichtigt die bestehenden Erfassungssysteme für
Pflegedaten und setzt auf die Entwicklung der Informatik.
Durch die Beteiligung am Projekt haben die Kooperationspartner die
Garantie, dass
- im gesamtschweizerisch einheitlichen und verbindlichen Nursing
Data Set die für sie relevanten Informationen in der für sie benötigten
Form vorhanden sind,
- diese Informationen den Gegebenheiten entsprechen und die Realität
abbilden,
- die Datenerfassung praktikabel, zeitsparend und zum eigenen Nutzen
ist.
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NURSING data ist nicht das Produkt einer Organisation,
sondern lebt von und mit der Beteiligung aller Betroffenen. Es soll
ausdrücklich mit den in der Praxis tätigen Fachpersonen zusammengearbeitet
werden.
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NURSING data wird getragen
durch den Bund: beteiligt sind 3 Ämter des Eidgenössischen Departements
des Innern (Bundesamt für Sozialversicherung (BSV), Bundesamt
für Gesundheit (BAG), Bundesamt für Statistik (BFS)); durch die Kantone:
sie werden vertreten durch die Schweizerische Sanitätsdirektorenkonferenz
(SDK) sowie durch die interessierten Verbände: Schweizer Berufsverband
der Krankenschwestern und Krankenpfleger (SBK), Schweizerische Vereinigung
der Pflegedienstleiterinnen und -leiter (SVPL), Schweizerische Konferenz Pflegebildungen im Tertiärbereich
(SKP) und die Spitäler der Schweiz (H+).
Das Projekt steht unter der Leitung von Anne Berthou und Alain Junger
(Institut für Gesundheit und Ökonomie, ISE in
Lausanne).
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Wird NURSING data nicht realisiert, so setzt sich der
heutige Zustand von Mehrfacherfassungen, Datenfriedhöfen, Unvergleichbarkeiten,
Vorwürfen mangelnder Transparenz und Tarifkürzungen munter fort. Neben
der dadurch bewirkten Verschleuderung von Ressourcen führt dies zu
einer zunehmenden Frustration der Pflegenden, die bei der gegebenen
Arbeitsmarktsituation kaum verantwortbar scheint.
- Das Projekt verläuft in 3 Phasen
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Phase 1 : Strategische Konzeptentwicklung (August
1998 - Februar 2000) - Erarbeitung eines theoretischen Modells,
um eine Brücke zu schlagen zwischen der praktisch orientierten
Welt der Pflege und der formalisierten Welt der Statistik.
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Phase 2 : Operative Umsetzung (ab 2001) - Erarbeitung
von zwei Referenzklassifikationen für die Beschreibung der Hauptpflegephänomene
und -interventionen (je eine Version dieser aggregierten Pflegefachsprache
in Deutsch, Französisch und Italienisch); Definition eines Schweizerischen
Nursing Data Sets (Set für Pflegedaten), welches für verschiedene
Anwendungen geeignet ist (Gesundheitsstatistiken, Finanzierung,
Forschung etc.).
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Phase 3 : Praktische Implementierung (voraussichtlich
ab 2005-2006)
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Das Projekt NURSING data bewirkt eine entscheidende Wende
im Bereich der Pflegeinformation. Auf dem soliden Fundament der praktischen
Erkenntnisse von heute soll mit NURSING data ein Instrument entstehen,
das den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sein wird.
NURSING data:
Krankenpflege sichtbar machen, ohne den Akt der Pflege zu beeinträchtigen
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