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von Hermann Plüss, Präsident SAK-PKS
Die Mitglieder der SAG-PKS entschieden sich, ein neues Konzept auszuarbeiten, das auf die neuen Herausforderungen im Gesundheitswesen abgestimmt ist. Insbesondere soll die Kompetenz in Sachen Patienten-Klassifikation weiter etabliert und ausgebaut werden. Mit dieser Spezialausgabe der PCS News mit einer Auflage von mehr als 4’000 Exemplaren wünschen die Mitglieder, Ihre Meinung über das neu ausgearbeitete Konzept zu erfahren. Zuerst möchten wir aber die Arbeiten der letzten 8 Jahre Revue passieren lassen.
Die Artikel dieser Spezial-Ausgabe sollen die von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft PCS entwickelten Kompetenzen illustrieren. Die zukünftigen Funktionen der Arbeitsgemeinschaft werden die folgenden sein:
In diesem Sinne wird die SAG-PKS auf nationaler Ebene dieselbe Rolle spielen wie sie PCS/Europe auf internationaler Ebene innehaben.
Die Informationsrolle der SAG-PKS
Die Umsetzung von Case-mix-Projekten verlangt die Entwicklung neuer Kompetenzen sowohl auf der Ebene des Informationsmanagements, der Datenerfassung, der Kostenrechnung, insbesondere der Kostenträgerrechnung, als auch auf der Ebene der Entwicklung neuer Instrumente (Nomenklatur, Grouper) und Methoden (Ausreisseranalyse, permanente Anpassung der Kostengewichte). Insofern unterstützt die SAG-PKS die Aktivitäten der APDRG-Schweiz bei der Entwicklung eines einheitlichen Patientenklassifikationssystems für den Akutbereich (vgl. Beitrag des Präsidenten der APDRG-Schweiz, Luc Schenker).
Die SAG-PKS wird Gelegenheit bieten, sich über die Erfahrungen und Resultate zu informieren und diese zu diskutieren. Hierzu sind spezifische Seminare vorgesehen, für welche die nationalen und internationalen Kontakte der SAG-PKS eine Palette an Kompetenzen bietet, die anderswo in der Schweiz schwer zu finden sind.
Die Besonderheit der Umsetzung eines Casemix-Systems besteht darin, medizinische Kompetenzen und Führungskompetenzen zusammenzubringen. Aus diesem Grund wird die SAG-PKS ihre Aufmerksamkeit hauptsächlich auf die Multidisziplinarität des Ansatzes richten.
Nutzen der internationalen Verbindungen
Im Laufe ihrer 8 Existenzjahre hat die SAG-PKS Verbindungen zur Mehrzahl der in der Entwicklung von Casemix Massnahmen aktiven Ländern geknüpft, die in der PCS/Europa vertreten sind, wie auch denjenigen, die an den Konferenzen SYSTED und ALASS teilnehmen. Die Arbeitsgruppe hat insbesondere zu den Organisationen derjenigen Länder Kontakte gepflegt die diese Instrumente einsetzen und unterhalten: National CASE-Mix Office (GB), SPRI (Schweden), CREDES und Image (Frankreich), UINSW/ Center for Hospital Management and Information Systems Research
(Australien), KDA (Deutschland), etc.. Sie hat ebenfalls Kontakte zu den Organisationen hergestellt, die auf dem Gebiet der übrigen Casemix Systeme aktiv sind. Insbesondere solchen, die sich der Pflege Chronischkranker annehmen (MAC 11, PLAISIR, RAI, RUG’s, CTMSP), und solchen, die sich mit Projekten von ambulanten Casemix Massnahmen beschäftigen (AVG, APG, Episode of Care, etc.).
Was die Schaffung von Unterstützungsmassnahmen einer solchen Reform in der statistischen Information anbetrifft, so unterhält die Arbeitsgruppe Kontakte zu den europäischen Projekten, insbesondere zu TEHRE (Toward an electronic health record Europe) und GEHR (Good european health record), wie auch zu verschiedenen nationalen Projekten betreffend Vernetzung von Informationssystemen, wie etwa die dänischen und britischen Projekte. Sie hat die französischen Projekte der regionalen Vernetzung der Institutionen, der Errichtung von Behandlungsketten, etc., genau verfolgt. Schliesslich verfolgt sie die Eingliederungsarbeiten des amerikanischen NCCC (National Chronic Care Consortium).
Nationale Verbindungen
Die SAG-PKS hat seit ihrer Entstehung die Schweizerische Kommission für Gesundheitsstatistiken (KOGES) in ihrer Aufgabe zur Errichtung eines Krankenhausinformationssystems unterstützt. Die Verbindungen zwischen diesen beiden Organisationen sind bedeutend, insbesondere weil die Systeme der Patientenbeschreibung, der Aktivitätsmessung und des Casemix auf Normen und Standards basieren, die sich nur von nationalen Konzepten ableiten lassen.
Verbindungen zur SDK sind ebenfalls gewährleistet. Insbesondere sind die Anstrengungen der SDK zur Umsetzung von gemeinschaftlichen Lösungen und gemeinsamen Definitionen und die konzertierten Ansätze zwischen den Kantonen zu nennen.
Informationsforum: auf dem Weg zu wissenschaftlichen Konferenzen
In den letzten acht Jahren ihres Bestehens hat die SAG-PKS jährlich eine nationale Konferenz zu einem aktuellen Thema organisiert, wie auch Seminare zu diversen Themen.
Mit dem Entwickeln neuer Kompetenzen auf dem Gebiet der Casemix Massnahmen in der Schweiz (APRDRG, PLAISIR, PRN, CTMSP), sollte die Arbeitsgruppe eine neue Rolle übernehmen, welche die Diskussion über fortgeschrittene Projekte erlaubt, und die zudem das Angebot einer Evaluation durch Spezialisten dieser Projekte beinhaltet. Wie in den übrigen Ländern, stellt die wissenschaftliche Konferenz die wirksamste Lösung dar, jederman wird dazu aufgerufen, ihr Projekt, die verwendeten Quellen und Methoden und die zu ziehenden Schlussfolgerungen vorzustellen. Diese Vorgehensweise, die in der Schweiz noch wenig entwickelt ist (nur medizinische Gesellschaften oder solche mit medizinischem Hintergrund wie die SGMI arbeiten auf diese Weise), stellt die wirtschaftlichste Art dar, ein Minimum an Kompetenzen zu entwickeln. Seit ihrer Errichtung im Jahr 1984 hat die Vereinigung PCS/Europa dieselben Ziele auf internationaler Ebene verfolgt und zahlreiche nationale Organisationen sind ebenso vorgegangen.
Wir laden Sie daher ein, Mitglied der erweiterten Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft PKS zu werden, um gemeinsam der Entwicklung schweizerischer Patientenklassifikationssysteme auf wissenschaftlicher Basis voranzutreiben
Ihre Anmeldung mittels des Formulars nehmen wir gerne entgegen. Für einen Beitrag von Fr 100.— pro Jahr profitieren Sie ab 1999 von folgenden Leistungen:
Hermann Plüss, Präsident SAK-PKS