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PCS News 26, April 97

Leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung in Österreich

von Wolfram Fischer

 

Fallpauschalen mit Anpassungsvermögen

Auf den 1.1.97 wird in Österreich eine neue "Leistungsorientierte Krankenanstalten-Finanzierung" eingeführt: Das LKF-Modell. Dieses Modell ist auf einem eigens dafür geschaffenen Patientenklassifikationssystem mit 916 "Leistungsorientierten Diagnosenfallgruppen" (LDF's) aufgebaut. Die Vergütung setzt sich aus einem bundesweit einheitlichen fallbezogenen Teil und einem je nach länderspezifischen Erfordernissen ausgestaltbaren krankenhausspezifischen Teil zusammen. Im letzteren können Krankenhausmerkmale wie Krankenhaustyp, apparative Ausstattung, Auslastung, Personalfaktor, Bausubstanz und Hotelkomponente berücksichtigt werden.

Der fallbezogene Teil sieht zwar auch eine Vergütung nach Fallpauschalen vor. Die Vergütung variiert jedoch bei unüblichen Verweildauern, bei der Benutzung der Intensivstation und bei der Vornahme von mehreren Eingriffen. Um Zuschläge und Reduktionen einfach berechnen zu können, wurde die Fallpauschale in eine Leistungskomponente und eine Tageskomponente aufgeteilt. Die Leistungskomponente deckt die Kosten ausgewählter Prozeduren gemäss dem österreichischen Leistungskatalog ab. Die Tageskomponente basiert auf Tageskostensätzen, die aufgrund der Restkosten berechnet werden. Die Restkosten sind Abteilungskosten minus Kosten der ausgewählten medizinischen Einzelleistungen minus Kosten der Intensivpflege. - Reduktionen bzw. Zuschläge bei Verweildauerunter- und -überschreitungen berechnen sich aufgrund der Tageskomponente. Zuschläge bei der Vornahme mehrerer Eingriffe berechnen sich aufgrund der weiteren Leistungskomponenten.

Abb. 1: LDF-Vergütungsschema

Weitere Informationen zu diesem Modell finden Sie in meinem für den stationären Bereich, das im März erschienen ist. (c.f. "Für sie gelesen")