PCS Schweiz
Finanzierung der Rehabilitation:
Welche Patientenklassifikationen?
3. und 4. Dezember 2003 - Magglingen
Einführung
Zunehmend werden traditionelle Vergütungsformen (Tagespauschalen,
Einzelleistungen) im akutstationären Bereich durch APDRG-Fallpauschalen
abgelöst. APDRG-Fallpauschalen erlauben weltweit eine leistungsrechte
Vergütung von Spitalleistungen, weil sich die DRG-Fallgruppierung
auf zwei international anerkannte medizinische Nomenklaturen der WHO stützt:
Für die Diagnosen auf die International Classification of Deseases
and Related Health Problems (ICD) und für die diagnostischen und
chirurgischen Eingriffe auf deren klinische Modifikation (ICD-CM, in der
Schweiz CHOP genannt). Diese beiden Nomenklaturen sind auch in den Schweizer
Spitälern Teil der Routinedaten der medizinischen Statistik.
In der Rehabilitation sind Diagnosen und Eingriffe dagegen - im Unterschied
zum akutstationären Bereich - weniger gute Bestimmungsgrössen,
um den erwarteten Aufwand einer Behandlung zu bestimmen. Erschwerend kommt
hinzu, dass in der Rehabilitation ganz unterschiedliche Ziele verfolgt
werden. So behandelt die Suva zum Beispiel vor allem Patienten, deren
Ziel die berufliche Wiedereingliederung ist, wohingegen in den Waadtländer
Centre de traitement et de réadaptation (CTR) vor allem Patienten
im Rentenalter behandelt werden.
In der Rehabilitation werden in der Regel drei Elemente unterschieden:
Die Diagnosestellung, die Einschränkungen bezüglich Funktionalitäten
(motorisch, kognitiv) und die Pflege. Für die Vergütung von
Rehabilitationsleistungen wird nun versucht die Messung dieser drei Elemente
miteinander zu kombinieren. Den ICD als Nomenklatur für die Beschreibung
der Diagnosen, den ICF als Nomenklatur für die Messung der Einschränkungen
der Funktionalitäten und zusätzlich für die Festlegung
des Pflegeaufwands.
Der Sinn der Konferenz ist es, Spezialisten die Gelegenheit zu geben,
ihre Erfahrungen und Erkenntnisse einem breiteren Fachpublikum weiterzugeben
und so den allgemeinen Reflexionsstand zum Thema Vergütung von Rehabilitationsleistungen
voranzubringen. Wie es in den PCS-Konferenzen schon Tradition ist, handelt
es sich bei allen vortragenden Spezialisten um ausgewiesene Praktiker
in ihrem Bereich.
Der kürzlich durchgeführten PCS-Konferenz in Interlaken gingen
Tutoriate voran, d.h. eine Art Intensivtraining mit dem Ziel die notwendige
Wissensbasis zu erlangen (oder aufzufrischen) für die am Folgetag
behandelten Themen. Dieses Vorgehen hat sich bewährt. Deshalb werden
wir auch dieses mal am Anfang der Veranstaltung vier Tutoriate anbieten
(je zwei auf Deutsch und Französisch), wo sich Teilnehmer schnell
einen Überblick über ein Thema verschaffen können.
- Programm
- Tutorials
- Tutorial 1 F
Les bases: classifications de l'OMS- Classification Internationale
des Maladies, (CIM, 10ème version)
Dr Bertand Camey
Classification
internationale du fonctionnement, du handicap et de la santé
(CIF)
N. Kostanjsek
- Tutoriat 1 D
Die
Grundlagen: Klassifikationen der WHO- Internationale Krankheitsklassifizierung,
(ICD,10. Version)-
Dr Chantal Vuilleumier
Internationale
Funktionierens-, Handikaps- und Gesundheitsklassifikationen (ICF)
N. Kostanjsek
- Tutorial 2 F
Mesure
de la fonctionnalité et outils de mesure: LEP, PRN, PLAISIR,
ADL, Bartels, FIM, etc.
Anne Berthou
- Tutoria 2 D
Einschätzung
der Funktionsfähigkeit und Messinstrumente zu diesem Zweck: LEP,
PRN, PLAISIR, ADL, Bartels, FIM, usw.
Lucien Portenier


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